Klassiker-Emulationen
MEL/LOFI von audiolatry ist ein kostenloses, Sample-basiertes VST-Plugin (ROMpler), das den legendären Klang des Mellotrons in die moderne DAW bringt. Als Urform des Samplers wurde das Mellotron vor allem ab Mitte der 1960er Jahre durch Bands wie The Beatles ("Strawberry Fields Forever"), The Moody Blues und King Crimson bekannt. Das mit Abstand erfolgreichste und kompakteste Modell war das Mellotron M400, das 1970 erschien und zum Standard-Instrument des Classic- und Prog-Rock wurde.Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
1. Sound-Basis & Mellotron-DNA
- Authentische Mellotron-Samples: Die Grundlage bilden Aufnahmen echter Mellotron-Instrumente, die für flüssige Spielbarkeit sauber nachbearbeitet und geloopt wurden.
- Presets & Kategorien: Bietet 23 bis 24 Multisample-Presets, verteilt auf klassische Mellotron-Klänge wie Flutes (Flöten), Strings (Streicher), Brass (Bläser), Choir (Chöre) und Vibraphones.
- Layerbare Noise-Texturen: Bietet zusätzliche Textur-Schichten (z. B. Vinyl-Knistern, Bandrauschen oder Raumgeräusche), die stufenlos zum Instrumentenklang gemischt werden können.
- Klangregelung:
- Hüllkurve: Regler für Attack und Release.
- Filter: Tiefpass- und Hochpass-Cutoff.
- Modulation & Pitch: Tremolo, globale Stimmung (Global Tune) sowie LFO/Modulation.
- Hüllkurve: Regler für Attack und Release.
- Integrierte Effekte: Enthält Effekte wie Reverb (Hall), Delay, Chorus, Distortion und Cabinet-Emulationen.
- Preis / Lizenz: 100 % Kostenlos (Royalty-free für kommerzielle und private Projekte).
- Formate: VST, VST3 und AU (Audio Units) – jeweils in 64-Bit.
- Plattformen:
- Windows: Windows 8.1, 10 und 11 (64-Bit).
- macOS: macOS (Intel & Apple Silicon Nativ / M1+).
- Windows: Windows 8.1, 10 und 11 (64-Bit).
- Speicherbedarf: Der Download liegt bei ca. 600 MB; entpackt benötigt das Plugin etwa 700 bis 800 MB Festplattenspeicher.
Der Minimogue VA (ursprünglich von Glen Stegner/Gunnar Ekornås entwickelt) ist einer der bekanntesten Freeware-Klassiker unter den virtuell-analogen Synthesizern. Er emuliert den ikonischen Minimoog Model D von 1970, erweitert dessen Konzept aber um moderne Funktionen.Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Vorbild & Emulation: Basiert auf der Architektur des Minimoog-Monosynths, bietet aber eine erweiterte Funktionalität (z. B. umschaltbare 5-stimmige Polyphonie oder klassisch monophon).
- 64-Bit VST2/VST3 Support (Version 3.0): Während der Plugin-Klassiker jahrelang als veraltetes 32-Bit-Plugin (SynthEdit) galt, existiert durch Updates (u. a. gehostet bei Memorymoon) eine moderne 64-Bit-Version (VST2 und VST3) mit verbesserten Oszillatoren und Zero-Delay-Filtern.
- Erweiterte Oszillatoren & Filter:
- 3 Oszillatoren (Osc 1 mit eigener Stimmung, Osc 2 & 3 mit Fine-Tuning).
- Oszillator-Sync und Overdrive-Regler pro Oszillator sowie ein globaler Overdrive-Filter.
- Umschaltbares Moog-Filter (24dB) sowie SEM-Filter (12dB) mit stufenlosem Crossfade zwischen Lowpass und Highpass.
- 3 Oszillatoren (Osc 1 mit eigener Stimmung, Osc 2 & 3 mit Fine-Tuning).
- Integrierte Effekte & Modulation:
- Eingebauter Arpeggiator.
- Digitales Stereo-Delay (mit Bucket-Brigade-Emulation/Cutoff), Chorus und eigener LFO für Pitch-Drift und Panning.
- Eingebauter Arpeggiator.
- MIDI-Steuerung: Bietet volle MIDI-CC-Unterstützung und eine MIDI-Learn-Funktion für Regler und Parameter.
- Plattform: Ursprünglich nativ für Windows (VST); lässt sich unter Linux in DAWs wie REAPER problemlos via Yabridge/Wine als 64-Bit-Plugin einbinden.
Das Synthesizer Expander Module (SEM) von Cherry Audio ist eine detaillierte Emulation des legendären monophonen Oberheim SEM-Synthesizers. Er wurde 1974 ursprünglich als reines Standalone-Modul entwickelt, um bestehende Monosynths (wie den Minimoog oder ARP 2600) um zusätzliche Stimmen/Oszillatoren zu erweitern oder als Bausatz für frühe Polyphonie (Four-Voice, Eight-Voice). Das prägendste Feature ist jedoch sein stufenlos regelbares 12-dB-Multimode-Filter (2-PolState-Variable-Filter).Key-Facts auf einen Blick
- Kostenlos / Freeware: Das Plugin ist dauerhaft kostenlos erhältlich.
- Klangarchitektur & Filter:
- 2 VCOs: Bieten Sägezahn- und Rechteck/Puls-Wellenformen (mit PWM) sowie Hard-Sync.
- 12 dB State-Variable Filter: Das Herzstück des Synths (entwickelt in Zusammenarbeit mit Synth-Spezialist Mark Barton / MRB). Es lässt sich stufenlos von Tiefpass über Notch zu Hochpass überblenden oder als Bandpass nutzen.
- Modulation: Enthält 2 Hüllkurven (ADS) sowie einen Sinus-LFO.
- 2 VCOs: Bieten Sägezahn- und Rechteck/Puls-Wellenformen (mit PWM) sowie Hard-Sync.
- Erweiterte Features:
- Regelbarer Unisono-Modus: Ermöglicht dichte, breite Sounds.
- Integrierte Effekte: Beinhaltet ein DAW-synchrones Stereo-Echo/Delay sowie einen Vintage-Phasor-Effekt (angelehnt an die klassischen Oberheim-Pedale).
- Inklusive Presets: Über 100 werkseigene Presets für Bässe, Leads und Perkusives.
- Regelbarer Unisono-Modus: Ermöglicht dichte, breite Sounds.
- Bedienung & Integration:
- Skalierbare Benutzeroberfläche mit Zoom-Funktion.
- Vollständiges MIDI-Mapping (MIDI Learn) und DAW-Automation aller Parameter.
- Skalierbare Benutzeroberfläche mit Zoom-Funktion.
- Formate & Plattformen:
- Formate: VST, VST3, AU, AAX sowie als Standalone-Anwendung.
- Kompatibilität: Windows (64-Bit, ab Windows 7) und macOS (ab macOS 10.13, inklusive nativer Apple Silicon Support).
- Formate: VST, VST3, AU, AAX sowie als Standalone-Anwendung.
Beim FB-3300 von Full Bucket Music (Björn Arlt) handelt es sich um eine kostenlose Software-Emulation des legendären Korg PS-3300 von 1977, von dem weltweit nur rund 50 Exemplare gebaut wurden. Berühmte Künstler wie Vangelis, Jean-Michel Jarre, Keith Emerson, Klaus Schulze u.v.m. besaßen einen davon. Das FB-3300 hat eine steile Lernkurve, was aber Fans der analogen Klangsynthese nicht vom stundenlangen Tüfteln abhält.Die wichtigsten Fakten zum FB-3300
- Entwickler & Lizenz: Entwickelt von Björn Arlt; 100 % Freeware ohne Registrierung, iLok oder Kopierschutz.
- DSP-Konzept: Basiert auf mathematischem Component-Modeling in nativem C++. Es arbeitet vollständig synthetisch und kommt ohne externe Samples aus.
- Die Drei-Block-Architektur:
- Das Plugin beherbergt drei eigenständige Synthesizer-Sektionen (Blöcke A, B, C) parallel, die getrennt eingestellt und gemischt werden können.
- Jeder Block verfügt über bandbegrenzte Signalgeneratoren (Oszillatoren), 2-Pole-Tiefpassfilter (12 dB/Okt) sowie zwei eigene Modulationsgeneratoren (LFOs).
- Das Plugin beherbergt drei eigenständige Synthesizer-Sektionen (Blöcke A, B, C) parallel, die getrennt eingestellt und gemischt werden können.
- Der Signature-Sound (Resonatoren-Sektion): Wie beim Hardware-Original besitzt jeder Synthesizer-Block ein eigenes dreifaches Bandpass-Filter-Netzwerk (Resonatoren). Damit lassen sich formanten- und phaserähnliche, charakteristische Klangfarben erzeugen.
- Semi-Modulares Patch-Panel: Bietet ein integriertes virtuelles Steckfeld, über das Modulationsquellen (z. B. Hüllkurven, LFOs, S/H) frei mit Zielen wie Filterfrequenz, Tonhöhe oder Lautstärke verknüpft werden können.
- Polyphonie & Zusatzfeatures:
- Bis zu 64 Stimmen zeitgleich (das Original war vollständig polyphon mit eigener Oszillator-Platine pro Taste).
- Zusätzliche Extras über die Hardware hinaus: Voltage Processors, Lag-Generatoren (Glide), Micro-Tuning-Optionen sowie vollständige MIDI-Learn-Unterstützung aller Parameter.
- Bis zu 64 Stimmen zeitgleich (das Original war vollständig polyphon mit eigener Oszillator-Platine pro Taste).
- Plattformen & Formate:
- Systeme: Windows, macOS und Linux (nativ).
- Formate: VST2, VST3, CLAP, AU und AAX (32-bit & 64-bit)
- Systeme: Windows, macOS und Linux (nativ).
Der FBVC (Full Bucket VoCoder) ist ein kostenloses, hervorragendes VST-Plugin von Björn Arlt (Full Bucket Music). Es emuliert den analogen Klassiker Korg VC-10 aus dem Jahr 1978. Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Hardware-Vorlage: Emulation des legendären Korg VC-10.
- Kostenpunkt: 100 % Freeware
- 20-Band Stereo Vocoder: Verfügt über 20 Frequenzbänder für Modulator- und Carrier-Signale.
- Integrierter Synthesizer (Carrier): Beinhaltet einen eingebauten 64-stimmigen polyphonen Tone Generator. Das bedeutet, dass man nicht zwingend eine externe Soundquelle als Carrier nutzen muss, sondern das Plugin direkt via MIDI ansteuern kann.
- WAV-Playback: Unterstützt das direkte Laden und Abspielen von WAV-Dateien (z. B. Sprachaufnahmen), was das Generieren von Vocoder-Sounds ohne externes Routing vereinfacht.
- Detail-Tweakability:
- Einzelne Frequenzbänder (Analyse und Synthese) können in Lautstärke und Frequenz angepasst oder stummgeschaltet werden.
- Bietet integrierte Effekte wie Ensemble, Accent Bending und Vibrato.
- Einzelne Frequenzbänder (Analyse und Synthese) können in Lautstärke und Frequenz angepasst oder stummgeschaltet werden.
- System & Formate:
- Entwickelt in nativem C++ für extrem geringe CPU-Auslastung.
- Verfügbar für Windows und macOS.
- Formate: VST2, VST3, AU, AAX und CLAP (32-bit & 64-bit).
- Stufenlos skalierbare Benutzeroberfläche (Resizable UI).
- Unterstützt MIDI-Control-Change sowie das MTS-ESP Micro-Tuning System.
- Entwickelt in nativem C++ für extrem geringe CPU-Auslastung.
Der FBVC bietet flexible Einsatzmöglichkeiten:
- Klassischer Vocoder (Sidechain/Live Input): Das Gesangs- oder Mikrofonsignal dient als Modulator, während eingespielte MIDI-Noten den internen Synth als Carrier steuern.
- Standalone-Instrument via WAV: Ein Sprach-Sample wird direkt im Plugin geladen und wie ein Synthesizer-Sound über das MIDI-Keyboard gespielt.
- Reiner Synthesizer/Effekt: Der interne Oszillator und die Band-Pass-Filter lassen sich auch ohne Sprachsignal für warme, analoge Pad- und Ensemble-Sounds nutzen.
OB-Xd ist eine der weltweit beliebtesten Emulationen des analogen Oberheim OB-Xa von 1980 und kombiniert den wuchtigen, dichten Sound des ikonischen Klassikers mit modernen digitalen Werkzeugen. Das weltberühmte Synthesizer-Riff im Song "Jump" von Van Halen (veröffentlicht Ende 1983) wurde auf einem Oberheim OB-Xa eingespielt.Geschichte & Lizenzmodell:
- Ursprung: Ursprünglich als Open-Source-Projekt von Vadim Filatov entwickelt, übernahm DiscoDSP später die Weiterentwicklung und Vertreibung. Fair-Use-Modell: OB-Xd ist für nicht-kommerzielle Zwecke vollkommen kostenlos nutzbar. Für den kommerziellen Einsatz in Musikproduktionen verlangt DiscoDSP eine Lizenzgebühr.
Klang-Engine & Aufbau: - Oszillatoren & Analog-Modelling: 2 Oszillatoren mit klassischen Wellenformen (Sägezahn, Rechteck/Puls) sowie Cross-Modulation und Sync. Ein integrierter „Analog Mode“ simuliert Bauteil-Toleranzen und leichte Mikro-Verstimmungen pro Stimme für das typische analoge "Leben".
Filter:
- Bietet ein stufenlos morphendes Filter (Lowpass, Bandpass, Highpass sowie ein schaltbares 12dB/24dB-Slope-Verhalten.
- Voice-Panning & Spread: Ermöglicht das Verteilen der einzelnen Stimmen im Stereofeld, was zu extrem breiten und räumlichen Synth-Pads führt.
- Performance: Vektorisiertes Engine-Design mit extrem geringer CPU-Last und optionalem Oversampling für saubere Höhen ohne Aliasing. Kompatibilität & Formate:
- Cross-Platform für Windows, macOS (inkl. Apple Silicon) und Linux sowie als iOS/AUv3-App.
- Unterstützt alle gängigen Plugin-Standards: VST2, VST3, AU, AAX, LV2 sowie Standalone.
Six-Traq von Full Bucket Music (Björn Arlt) ist eine kostenlose Software-Emulation des analogen Klassikers Korg Polysix aus dem Jahr 1981.Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
- Entwickler & Lizenz: Entwickelt von Björn Arlt (Full Bucket Music); 100% kostenlos (Freeware) ohne Registrierung oder Kopierschutz.
- Klangerzeugung & DSP: Basiert vollständig auf mathematischem Component-Modeling (DSP in C++). Es handelt sich um ein reines Synthese-Plugin ohne Samples oder externe Datensätze.
- Erweiterte Polyphonie: Bietet im Gegensatz zum originalen 6-stimmigen Hardware-Synthesizer bis zu 64 Stimmen zeitgleich.
- Architektur-Detailtreue:
- VCO: 1 Oscillator pro Stimme mit Sägezahn und Pulsbreitenmodulation (PWM) sowie einem frei wählbaren Suboszillator.
- VCF: Emulation des prägenden SSM2044 24 dB/Okt Tiefpassfilters mit Selbstoszillation.
- Effektsektion: Exakte Nachbildung der analogen Eimerketten-Effekte (Bucket Brigade Device / BBD) für Chorus, Phase und Ensemble (der Schlüssel zum breiten Polysix-Sound).
- VCO: 1 Oscillator pro Stimme mit Sägezahn und Pulsbreitenmodulation (PWM) sowie einem frei wählbaren Suboszillator.
- Betriebssysteme & Formate:
- Plattformen: Windows, macOS und Linux (nativ).
- Formate: VST2, VST3, CLAP und AU (32-bit & 64-bit).
- Plattformen: Windows, macOS und Linux (nativ).
- Zusatzfeatures (über das Original hinaus):
- Vollständige MIDI-Learn-Unterstützung und Automationsfähigkeit aller Parameter.
- Integrierter Arpeggiator synchron zur Host-DAW.
- Geringe System- und CPU-Belastung bei extrem schneller Ladezeit.
- Vollständige MIDI-Learn-Unterstützung und Automationsfähigkeit aller Parameter.
Tyrell-N6 vom renommierten Berliner Entwicklerstudio u-he ist ein leistungsstarker virtuell-analoger Software-Synthesizer und gewisserweise eine Emulation des Roland Juno-60 von 1982. Ursprünglich als Blueprint für einen günstigen Hardware-Synthesizer geplant, setzte Urs Heckmann (Gründer von u-he) das Konzept schlussendlich als Freeware-Plugin um. Entstehung & Konzept
- Amazona.de-Projekt: Das Konzept basiert auf Leserumfragen des deutschen Online-Magazins Amazona.de, die Wünsche für einen perfekten, erschwinglichen Analog-Synthesizer im Stil des Roland Juno-60 sammelten.
- Entwickler-Genie: Da der Hardware-Bau zu komplex wurde, übernahm u-he die Entwicklung des Plugins. Teile der Codebasis stammten aus frühen Prototypen für u-hes High-End-Synthesizer Diva.
- Keine Menüs: Das Design verzichtet komplett auf Menü-Tauchgänge („No Menu Diving“) – alle Parameter liegen direkt auf der übersichtlichen Oberfläche.
- Virtuell-Analog: Klassische subtraktive Synthese mit sehr mehliger, warmer und charakterstarker Klangfärbung.
- Oszillatoren & Mixer: 2 Oszillatoren + Rauschgenerator (Noise) und Ringmodulator. Der Mixer bietet ein authentisches Overdrive-Verhalten sowie Filter-Feedback.
- Dual-Filter: Twin-Filter-Architektur (verwandt mit Diva) für flexible Cutoff- und Resonanz-Modulationen.
- Hüllkurven & LFOs: 2 analogartige ADSR-Hüllkurven (loopbar oder per LFO triggerbar) sowie 2 host-synchrone LFOs mit 8 Wellenformen.
- Unisono & Effekte: Bis zu 8-stimmiges Unisono (Layering) und ein integrierter Chorus-Effekt mit 3 Modi im klassischen Roland-Stil
- Formate: Verfügbar für Windows, macOS und Linux als VST2, VST3, AU, AAX sowie CLAP.
- Werks-Sounds: Ausgeliefert mit über 580 Factory-Presets.
- Preis: Vollständig kostenlos (Freeware).
VirtualDX7 von Aqua Node ist eine Open-Source-Plugin Emulation des ikonischen YAMAHA DX7 Synthesizers von 1983, die sich als moderne Interpretation der DX7-spezifischen FM-Synthese versteht. Sie ist wesentlich leichter zu bedienen als der beliebte Plugin-Klassiker Dexed und benötigt keine Hardware-Lizenz oder ähnliches. Die wichtigsten Fakten im Überblick: 1. Die beiden Sound-Engines (Dual Engine)
Das Herzstück von VirtualDX7 bildet seine duale Architektur:
- Native DSP-Engine: Eine von Grund auf neu geschriebene (JUCE-basierte) Synthese-Engine. Sie benötigt keine externen Daten oder Firmware-Files und liefert direkt einen präzisen 6-Operator-FM-Sound.
- Firmware-ROM-Option (Cycle-Accurate Emulation): Für absolute Authentizität kann das Plugin auch das original DX7 mkI ROM laden. Da das Plugin im Urzustand urheberrechtlich clean bleibt, wird das ROM standardmäßig nicht mitgeliefert.
Im Gegensatz zur reinen Hardware-Nachbildung bietet VirtualDX7 moderne Werkzeuge, die Sounddesign erheblich erleichtern:
- Visuelle Oszilloscope/Graphen: Echtzeit-Visualisierer für alle 6 Operatoren und Hüllkurven, was das typisch abstrakte "FM-Schrauben" deutlich nachvollziehbarer macht.
- Integrierte Effekte: Eigenes FX-Board mit Chorus, Phaser, Delay und Reverb.
- Echtzeit-Parameteranpassungen: Parameter lassen sich während des Spielens ohne Artefakte oder Sound-Abbrüche verändern.
- MTS-ESP Microtuning: Unterstützung für alternative Stimmsysteme und Mikrotonalität.
- Chord-Modul: Integrierte Akkord- und Arpeggio-Funktionen.
- SysEx-Unterstützung: Kann originale .syx-Files (Cartridges) importieren und exportieren.
- Formate: VST3, Standalone-Anwendung sowie Android-Support.
- Lizenz: Open-Source und 100 % kostenlos.
Das Kawai K1v von Nils Schneider (NILSi) ist eine tolle Emulation des Hardware-Synthesizers Kawai K1 aus dem Jahr 1988. Dieser war mein erster polyphoner Synth, weshalb ich ihn hier aus nostalgischen Gründen zum Klangtüfteln anbiete.Die wichtigsten Besonderheiten & Fakten
- Bit-Identische Emulation (Bit-Perfect):Das Plugin ist keine bloße Nachbildung des Klangs, sondern nutzt ein Reverse-Engineering der originalen Kawai-K1-Firmware. Es verarbeitet die Signale bit-genau so wie die originale Hardware (inklusive der charakteristischen 12-Bit-PCM-Samples und der 8-Bit-Architektur).
- Additive Synthese & Lo-Fi PCM:Der K1 besitzt keine klassischen analogen Filter (kein VCF / kein Resonanzfilter). Der Sound entsteht durch das Mischen von 256 Wellenformen:
- 204 Waveforms: Additiv synthetisierte Wellenformen (aus Harmonischen aufgebaut).
- 52 PCM-Samples: Frühe Lo-Fi-Acoustic- und Drum-Samples.
- Sound-Charakter: Bekannt für rohe, digitale 80er-Jahre-Texturen, glockige E-Pianos, Lo-Fi-Pads und schmutzige Bässe.
- 204 Waveforms: Additiv synthetisierte Wellenformen (aus Harmonischen aufgebaut).
- Vollständige Vektor-Synthese (Joystick):Über den integrierten virtuellen Joystick lässt sich das Lautstärkeverhältnis von bis zu 4 Oszillatoren (Single Sources) in Echtzeit mischen und morphingartig steuern.
- Hohe Polyphonie: Während die Hardware auf 16 Stimmen begrenzt war, bietet das Plugin eine erweiterte Polyphonie von bis zu 128 Stimmen.
- Kostenlos & Plattformübergreifend:
- Formate: VST2, VST3, AU und CLAP (64-Bit).
- Betriebssysteme: Windows, macOS und Linux.
- Formate: VST2, VST3, AU und CLAP (64-Bit).
- Vollständige SysEx- & Hardware-Kompatibilität:
- Das Plugin liest und sendet originale SysEx-Dateien (.syx) des Kawai K1.
- Es kann als Editor/Librarian für einen echten Kawai K1 (K1, K1m, K1r) verwendet werden.
- Sämtliche Werksbänke (Factory Banks) aller K1-Varianten sind im Plugin bereits direkt enthalten. Das führt zu insgesamt 1.352 Patch-Presets!
- Das Plugin liest und sendet originale SysEx-Dateien (.syx) des Kawai K1.
- Multi-Format & Multi-Out:Unterstützt den Multi-Mode (bis zu 8 Sounds gleichzeitig auf verschiedenen MIDI-Kanälen) inklusive individueller Output-Steuerung für REAPER-Spuren.
